
… es ist, als ob ich gefangen genommen wäre, durch ihn, durch andere, durch Ereignisse auf der Weltenbühne, weit weg und doch so nah.
„Sieh her, Du Dummkopf“, rufen sie mir zu, „Du Nichts! Leg‘ Deine Arbeit nieder, Dein nichtsnutziges Getue, nimm Platz auf einem der hinteren Ränge, auf denen Du all das nicht zu sehen bekommst, was Du nicht zu sehen brauchst, da Du eh nicht verstehst, was hier vor sich geht“.
Und ich sehe großartige Inszenierungen, gewaltige Bühnenbilder, Schlachten, Kriege, Krönungen und Unterwerfung. Im großen Weltentheater spielen die Diener des Volkes ihre kapitale Rolle, lobpreisen ihr eigenes Heldentum, zelebrieren ihre Geburt als Ankunft des Übermenschen, lassen sich feiern und beklatschen, von den Armen und Dummen. Demonstrieren ihre Macht mit schwarzen Limosinen, Hubschraubern, Privatflugzeugen, Militärparaden, geheimen Gesprächen hinter verschlossenen Türen. Zetteln Kriege an und verhindern Frieden, zerschlagen kleinste Zellen des Widerstands, bereichern sich auf Kosten der Armen und Machtlosen.
Und all das lasse ich über mich ergehen, auf den letzten Rängen, mit all den anderen mich lärmend empören, aufregen.
Sie sind gut gemacht. Irgendwie fasziniernd, diese Politevents. Wegschauen ein reiner Willensakt.
Dabei will ich sie loswerden, diese Parasiten, Zeitdiebe, Popanze, Ausgeburten der Selbstgefälligkeit, sie abschütteln, will den ewigen Rausch der InfoNews-Psychedelika beenden, will wieder nüchtern werden.
Und dann lese ich das hier:




